Über das Projekt – die „Akademie für Gute Regierungsführung und Empowerment in Europa“ (AGREE)  

Die „Akademie für Gute Regierungsführung und Empowerment in Europa“ (AGREE) ist ein anwendungs- und praxisbezogenes Lehrgangs- und Trainingsprogramm für gutes Regierungs- und Verwaltungshandeln. Es richtet sich vorrangig an ukrainische, aber auch an georgische und moldauische Beamtinnen und Beamte, die in leitenden Funktionen in der Verwaltung, in Ministerien oder in staatlichen Behörden tätig sind. AGREE mixt fachbezogenen Austausch, Empowerment von öffentlich Bediensteten sowie Beamtinnen und Beamten, individuelle Projektarbeit und Kompetenztrainings mit Exkursionen innerhalb Deutschlands. Handlungsansätze und Prinzipien guter Regierungsführung werden plastisch, praxisbezogen und in kleinen Gruppen vermittelt, diskutiert und für deren Anwendung in der Ukraine adaptiert.
AGREE leistet einen Beitrag dazu, das Erfahrungswissen, die Praxiserfahrung und die Kompetenzen für modernes Verwaltungshandeln, für die (institutionelle) Förderung von Rechtsstaatlichkeit und Dezentralisierung, sowie zur effektiven Korruptionsbekämpfung zu vermitteln. Das Ziel ist es, durch diesen Transfer von Know-how und den Austausch von Erfahrungen die Transformationsprozesse in der Ukraine und anderen Ländern der Östlichen Partnerschaft zu unterstützen. Das Programm bietet ein passgenau konzipiertes und auf ukrainische, moldauische und georgische Belange fokussiertes Curriculum, das die Teilnehmenden für ihre Institutionen und individuellen Berufsbiografien nutzbar machen.
Die Seminare im Rahmen von AGREE finden seit 2014 auf Initiative des Auswärtigen Amtes statt. Seitdem organisiert die Europäische Akademie Berlin mehrere ein- bis fünfwöchige Lehrgänge im Jahr für 12 bis 25 Teilnehmende und führt diese in Berlin durch.

WARUM GOOD GOVERNANCE?

Gutes Regierungs- und Verwaltungshandeln hat enorme Bedeutung, wenn es darum geht, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und wirtschaftliche Prosperität zu sichern. Ohne funktionierende Prinzipien guten Regierungshandelns ist kein Staat zu machen – wo sie fehlen, wenden sich Menschen vom Gemeinwesen ab, die kreative Kraft der Bürgergesellschaft liegt brach, öffentliche Gelder versickern und der volkswirtschaftliche Motor stottert. Good governance bedeutet hingegen: Eine effiziente, transparente und bürgerfreundliche Verwaltung auf- und auszubauen,
nachhaltig und rechtstaatlich gefestigt Politik zu gestalten; partizipativ auf staatliches Handeln einzuwirken und das Regierungshandeln effektiv, transparent und inklusiv zu gestalten. Wollen Länder erfolgreich sein, sich entwickeln und prosperieren, sollten sich ihre institutionellen Parameter für Entscheidungsfindung, Politikformulierung und -implementierung an den Prinzipien guter Regierungsführung orientieren.

Die Europäische Akademie Berlin

Die Europäische Akademie Berlin (EAB) ist eine überparteiliche, unabhängige und gemeinnützige Einrichtung der Zivilgesellschaft. Seit ihrer Gründung 1963 setzt sie sich in Europa für Europa ein. Sie konzipiert, plant und führt Projekte und Formate durch, die internationalen Dialog und Austausch auch über Europas Grenzen hinweg fördern. Die EAB vermittelt Wissen und Know-How, stiftet Diskurs und Begegnung und bietet capacity building, Kompetentrainings sowie Beratungsleistungen für (nichts)staatliche Institutionen an. Ihre langjährige und ausgewiesene Expertise hat sie auf den Feldern Zusammenarbeit in Europa und europäische Integration, Transformation und Gute Regierungsführung, internationale Beziehungen und deutsche Außenpolitik erworben. In den vergangenen 25 Jahren hat die EAB den Wandel in Mittel-, Ost- und Südosteuropa, im Südkaukasus sowie in Zentralasien (im postsowjetischen Raum und in postsozialistischen Ländern) mit zahlreichen Projekten, politischen Bildungsangeboten sowie Begegnungs- und Austauschformaten begleitet.

Das Auswärtige Amt

Die europäische Integration, Zusammenarbeit in Europa und Europas Nachbarschaften gehören zu den Schwerpunkten deutscher Außenpolitik. Das Engagement in den Ländern der Östlichen Partnerschaft richtet sich im Besonderen auch auf die Ukraine.

Seit der "Revolution der Würde" auf dem Kiewer Maidan im Winter 2013/2014 hat die Bundesregierung die bereits intensive Zusammenarbeit mit der Ukraine deutlich ausgebaut. So sind 2015 bilaterale Direkthilfen in Höhe von knapp 200 Millionen Euro zur Verfügung gestellt worden (2014: 130 Millionen Euro). Hinzu kommt ein Kreditgarantierahmen mit einem Umfang von 500 Millionen Euro: Davon sind 200 Millionen Euro als kurzfristige Budgethilfe und 300 Millionen Euro für Projekte in den besonders stark betroffenen Konfliktgebieten eingeplant. Zusätzlich hat die Bundesregierung 2015 humanitäre Hilfen in Höhe von 18 Millionen Euro geleistet. Auch 2016 hat die Bundesregierung ihr großes Engagement in und für die Ukraine fortgesetzt. AGREE gehört seit 2014 zu den Projekten, die das Auswärtige Amt mit dem Ziel der demokratischen, politischen und wirtschaftlichen Stabilität fördert. (vgl. Homepage des AA, letzter Zugriff: 21.6.2016)

Europäische Akademie Berlin

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